Henry-Dunant-Haus: Rendler Bau schafft Wohnraum, neues DRK-Heim und Mehrwert für Herbolzheim

Henry-Dunant-Haus: Rendler Bau schafft Wohnraum, neues DRK-Heim und Mehrwert für Herbolzheim

Am 25. Oktober entscheiden die Herbolzheimerinnen und Herbolzheimer über die Zukunft des Projektes Henry-Dunant-Hauses in der Friedrichstraße 32–34a. Geplant sind auf dem Areal ein neues Zuhause für den DRK-Ortsverein, ein Mehrzweckraum für Vereine und Kita, eine Arztpraxis sowie 25 bis 30 moderne Wohnungen. Realisiert werden soll das Projekt durch das Offenburger Familienunternehmen Rendler Bau.

Ein Unternehmen aus der Region

Rendler Bau hat im vergangenen Jahr sein 175-jähriges Bestehen gefeiert und beschäftigt heute rund 170 Mitarbeitende.

„Wir sind bodenständig und arbeiten derzeit sehr hart daran, dass unsere Mitarbeitenden auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sicher beschäftigt bleiben“, sagt Geschäftsführer Markus Huber. „Wir bauen ausschließlich mit Handwerksbetrieben aus der Region. Jeder Auftrag stärkt damit auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort.“

Für Huber geht es bei dem Projekt um mehr als nur ein Bauvorhaben: „Als Familienvater wünsche ich mir eine Region, in der unsere Kinder auch morgen noch gut leben, wohnen und arbeiten können. Dazu gehört ausreichend Wohnraum genauso wie ein lebendiges Vereinsleben und eine funktionierende Infrastruktur. Genau dazu möchten wir mit diesem Projekt beitragen.“

Was die Wohnungen kosten werden

Eine genaue Miethöhe lässt sich heute noch nicht verbindlich festlegen. Bei den aktuellen vergleichbaren Neubauprojekten von Rendler Bau liegen die derzeitigen Mieten zwischen 12,50 und 16,80 Euro pro Quadratmeter.

„Mieten darüber wären in Herbolzheim kaum dauerhaft vermietbar“, erklärt Huber.

Neben der Kaltmiete spielen für viele Menschen vor allem die Nebenkosten eine wichtige Rolle. Diese sind in älteren Gebäuden häufig schwer kalkulierbar und können nach Angaben des Unternehmens bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung schnell über 300 Euro monatlich liegen.

Bei einem modernen KfW-40-QNG-Gebäude rechnet Rendler Bau hingegen nach heutiger Kalkulation mit Nebenkosten von rund 150 Euro pro Monat für eine 70-Quadratmeter-Wohnung. Damit liegen die laufenden Kosten deutlich unter denen vieler älterer Gebäude.

Gerade für Familien, Alleinerziehende und Senioren bedeutet dies eine bessere Planbarkeit der monatlichen Wohnkosten und kein böses Erwachen am Ende des Jahres.

Erhalt des Altbaus wurde geprüft

Vor Beginn der Planungen wurde untersucht, ob sich das bestehende Gebäude in das Projekt integrieren lässt. Rendler Bau verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Sanierung historischer Gebäude und hat in den vergangenen Jahren weit über 1.000 Wohnungen in denkmalgeschützten Bauwerken und ehemaligen Kasernen realisiert.

Für den Standort in der Friedrichstraße wurden verschiedene Varianten geprüft. Aufgrund der Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit, Aufzugseinbau und die notwendige Neuaufteilung der Flächen hätten sich jedoch deutlich höhere Kosten ergeben als bislang angenommen.

Hinzu kommt die Stellplatzsituation. „Ein Neubau ohne Tiefgarage wäre gegenüber den Anwohnern nicht fair gewesen. Dann würden deutlich mehr Fahrzeuge auf den umliegenden Straßen parken“, so Huber. Eine wirtschaftlich sinnvolle Tiefgarage wäre bei gleichzeitigem Erhalt des Bestandsgebäudes jedoch nicht realisierbar gewesen.

Was die Stadt bezahlt

Die Stadt Herbolzheim und weitere Eigentümer veräußern ihre Grundstücke sowie Grundstücksrechte an Rendler Bau. Für ihr Grundstück erhält die Stadt einen Kaufpreis von 915.654 Euro. Die Kosten für den Abbruch der bestehenden Gebäude sowie die Baureifmachung des gesamten Areals übernimmt Rendler Bau.

Im Gegenzug erwirbt die Stadt von Rendler Bau das Geschoß für den DRK-Ortsverein mit rund 455 Quadratmetern Fläche, die Fahrzeughalle, Tiefgaragen- und Außenstellplätze sowie die dazugehörigen Grundstücksanteile. Hierfür zahlt die Stadt einen Festpreis der mit dem Grundstücksverkauf verrechnet wird. Die Rechte und Werte der weiteren Grundstückseigentümer werden durch Rendler Bau ausgeglichen.

Unterm Strich investiert die Stadt also 720.000 Euro und erhält dafür dauerhaft nutzbare Immobilienwerte für die öffentliche Nutzung. Das DRK bekommt ein modernes und zukunftsfähiges Zuhause. Gleichzeitig entstehen ein Mehrzweckraum für die Vereine und Kita sowie weitere moderne Räumlichkeiten, die langfristig der gesamten Bürgerschaft zur Verfügung stehen werden.

Wohnraum für Herbolzheim

Neben den Flächen für das DRK und die öffentliche Nutzung entstehen 25 bis 30 neue Wohnungen. Damit trägt das Projekt dazu bei, zusätzlichen Wohnraum in zentraler Lage zu schaffen.

„Am Ende geht es nicht nur um ein Gebäude, sondern um die Frage, wie sich Herbolzheim in Zukunft entwickeln möchte“, sagt Huber. „Wir schaffen Wohnraum, ein neues Zuhause für das DRK, ärztliche Versorgung, Räume für die Gemeinschaft und investieren dauerhaft in den Standort. Deshalb sind wir überzeugt, dass dieses Projekt einen echten Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger bietet.“